Geschichte
Das heutige Vancouver ist eine junge Stadt – entsprechend modern präsentiert sich das Stadtbild. Mit 2,2 Millionen Einwohner handelt es sich um eine echte Metropole mit einer multikulturellen Bevölkerung.
Zwar lebten in der Region um Vancouver schon vor der europäischen Besiedelung viele Ureinwohner, zu einer größeren Ansiedlung kam es jedoch erst in den 1850er und 60er Jahren. Zwei heiße Phasen des Goldrausches brachten tausende Männer an den Fraser River. Bald entstand eine feste Siedlung am Ufer des Flusses, in den Folgejahren entwickelte sich die Forstwirtschaft und insbesondere der Schiffbau. Mit dem Bau der Canadian Pacific Railway erhielt Bristish Columbia eine Verbindung zur Ostküste und trat der Kanadischen Föderation bei. Die Eisenbahn brachte die Wirtschaft in der Region weiter in Schwung, so dass 1886 die Stadt Vancouver gegründet wurde.
Die Einwohnerzahl wuchs in den Folgejahre unaufhörlich stark: im Jahr 1900 lebten bereits 100.000 Menschen hier, nachdem es 1892 noch 15.000 waren.
Die Stadt war industriell geprägt, die meisten Einwohner waren Arbeiter. Streiks und soziale Unruhungen sorgten in vielen Jahren für Aufsehen – auch die zunehmende Zahl an nicht-europäischstämmigen Einwanderungen sorgte bereits in den 20er Jahren für Rassenkonflikte.
Zurückgeworfen durch die Weltwirtschaftskrise brachte der Zweite Weltkrieg einen neuerlichen Wirtschaftsaufschwung: Die immer noch vorhandene Schiffbauindustrie profitierte von Rüstungsaufträgen. Die folgenden Jahrzehnte sind vom weiteren Ausbau der Infrastruktur gekennzeichnet.
Nochmals deutlich sein Erscheinungsbild verändert hat die Stadt, nachdem sie den Zuschlag für die Weltausstellung 1986 erhalten hatte. Danach wurde viele neue Gebäude errichtet, u.a. Auch das neue Stadion.
In den 1980er und 1990er setzte zudem eine weitere Einwanderungswelle von Chinesen ein. Sie stellen mittlerweile fast ein Drittel der Einwohner Vancouvers.
